Landingpage

Landingpage erstellen: Schritt für Schritt zur klaren Seite

Von Chris · · 9 Minuten · aktualisiert 15. August 2026

Kurz gesagt: Um eine Landingpage zu erstellen, legst du zuerst Zielgruppe, Angebot und eine primäre Handlung fest. Danach strukturierst du die Seite aus Nutzenversprechen, Erklärung, Belegen, Einwandbehandlung und Handlungsaufforderung. Formulare und Bedienelemente müssen verständlich funktionieren. Vor der Veröffentlichung prüfst du Fakten, mobile Darstellung, Barrierefreiheit, Messung und die Übereinstimmung zwischen Versprechen und Zielhandlung.

Eine Landingpage führt Besucher zu einer klar definierten Handlung. Bevor du Texte schreibst oder ein Layout auswählst, brauchst du deshalb ein Ziel, eine Zielgruppe und ein überprüfbares Nutzenversprechen. Danach ordnest du die Informationen in der Reihenfolge, in der sie für die Entscheidung benötigt werden.

Was ist eine Landingpage und welche Aufgabe hat sie?

Eine Landingpage ist eine eigenständige Zielseite für eine bestimmte Zielgruppe, ein Angebot und eine gewünschte Handlung. Sie kann einen Download anbieten, eine Anfrage vorbereiten oder ein Produkt verkaufen. Anders als eine allgemeine Website muss sie nicht alle Themen eines Unternehmens abbilden.

Die Seite soll drei Fragen schnell beantworten:

  1. Worum geht es?
  2. Für wen ist das relevant?
  3. Was ist der nächste mögliche Schritt?

Eine klare Landingpage nimmt Besuchern die Entscheidung nicht ab. Sie stellt die Informationen bereit, die für eine informierte Handlung nötig sind. Falsche Knappheit, versteckte Kosten oder absichtlich erschwerte Ablehnung gehören nicht dazu.

Was muss vor der Erstellung feststehen?

Beginne mit einem kurzen Seitenbriefing. Ein Satz pro Punkt reicht:

FrageBeispielhafte Antwort
Wer soll die Seite nutzen?Betreiber einer Verkaufsseite mit unklarer Conversion
Welches Problem wird gelöst?Die Seite wird systematisch statt nach Gefühl geprüft
Was wird angeboten?Ein digitales Praxisbuch mit Vorlagen
Welche Hauptaktion ist vorgesehen?Produktdetails ansehen und anschließend kaufen
Welche Belege sind vorhanden?Sichtbarer Inhalt, Produktumfang und echte Quellen
Welche Einwände sind wahrscheinlich?Relevanz, Aufwand, Preis und Anwendung

Kannst du einen Punkt nicht belegen, wird er nicht zum Versprechen. Markiere offene Zahlen und Aussagen für die Recherche, statt Lücken mit plausibel klingenden Angaben zu füllen.

Welche Abschnitte braucht eine Landingpage?

Eine Landingpage braucht keine starre Anzahl von Blöcken. Sie braucht eine nachvollziehbare Informationsfolge. Der Umfang richtet sich nach Angebot, Risiko, Erklärungsbedarf und Kenntnisstand der Zielgruppe.

Headline und Nutzenversprechen

Die H1 benennt Thema oder Ergebnis so konkret, dass Nutzer den Zweck der Seite erkennen können. Der Standard für barrierefreie Webinhalte verlangt, dass Überschriften und Labels ihr Thema oder ihren Zweck beschreiben. Quelle: Richtlinie zu Überschriften und Labels

Ein Nutzenversprechen sollte nicht nur eine Eigenschaft nennen. Es verbindet Zielgruppe, Problem und erwartbares Ergebnis. Wenn der Beleg fehlt, wird aus einem starken Versprechen schnell eine unbelegte Behauptung.

Nach Veröffentlichung der aktualisierten Fassung kann hier der Bestandsartikel „Warum deine Headline nicht gelesen wird“ verlinkt werden. Forge setzt den Link nur, wenn die URL im selben Deployment HTTP 200 liefert.

Problem, Lösung und Belege

Beschreibe das Problem in der Sprache der Zielgruppe. Danach erklärst du, wie das Angebot arbeitet. Trenne dabei drei Ebenen:

  • Beobachtung: Was ist konkret sichtbar oder messbar?
  • Einordnung: Was könnte die Ursache sein?
  • Beleg: Welche Quelle oder eigene Daten stützen die Aussage?

Belege können Produktansichten, nachvollziehbare Beispiele, Methodik, echte Erfahrungsberichte oder Primärquellen sein. Verwende keine erfundenen Bewertungen, Kundenzahlen oder Auszeichnungen.

Einwände und Handlungsaufforderung

Beantworte die wichtigsten Fragen vor der Handlung. Dazu gehören je nach Angebot Preis, Umfang, Ablauf, Voraussetzungen, Bereitstellung und Rückfragen. Der Call to Action benennt anschließend die tatsächliche Handlung.

Für Links gilt: Ihr Zweck muss aus dem Text oder dem programmatisch bestimmbaren Kontext verständlich sein. Ein Link wie „Produktdetails ansehen“ ist vorhersehbarer als ein isoliertes „Mehr“. Quelle: Richtlinie zum Linkzweck

Wie schreibt und gestaltet man die Seite?

Schreibe zuerst den Inhalt in einer einfachen Textansicht. So erkennst du, ob die Argumentation ohne visuelle Effekte trägt. Jeder Absatz beantwortet eine Frage oder erleichtert eine Entscheidung.

Nutze anschließend Gestaltung für Hierarchie:

  • eine H1 für den Hauptzweck
  • H2 für eigenständige Fragen
  • H3 für Unterthemen
  • Listen für Schritte und Merkmale
  • Tabellen für echte Vergleiche
  • sichtbare Links mit beschreibendem Ankertext
  • ausreichend große und unterscheidbare Bedienelemente

Bei sequentieller Tastaturnavigation müssen fokussierbare Komponenten in einer Reihenfolge erreichbar sein, die Bedeutung und Bedienbarkeit erhält. Die Fokusreihenfolge muss nicht jedes visuelle Detail spiegeln, darf aber keine verwirrenden oder unlogischen Sprünge erzeugen. Quelle: Richtlinie zur Fokusreihenfolge

Wie wird die Landingpage technisch veröffentlicht?

Vor dem Launch braucht die Seite mindestens:

  1. eine kanonische URL
  2. genau eine H1
  3. eindeutigen Seitentitel und Meta Description
  4. mobile Darstellung
  5. crawlbare interne Links
  6. sichtbare Autoren und Datumsangaben
  7. strukturierte Daten, die dem sichtbaren Inhalt entsprechen
  8. eine Sitemap Aufnahme
  9. funktionierende Formulare und Fehlermeldungen
  10. definierte Messereignisse

Wenn Eingabefehler automatisch erkannt werden, muss das betroffene Feld identifiziert und der Fehler in Text beschrieben werden. Quelle: Richtlinie zur Fehlererkennung

Wie prüft und optimiert man eine Landingpage?

Prüfe zuerst Funktion und Verständlichkeit, danach Varianten. Ein einfacher Abnahmetest umfasst:

  • Können unbeteiligte Testpersonen nach Betrachtung des ersten sichtbaren Bereichs Angebot und Zielgruppe mit eigenen Worten beschreiben?
  • Stimmen Headline, CTA und Zielseite überein?
  • Sind Preise, Bedingungen und Umfang korrekt?
  • Funktionieren Formulare mit Tastatur und auf kleinen Bildschirmen?
  • Sind Fehler verständlich erklärt?
  • Werden Sichtkontakte, Klicks und Zielhandlungen getrennt erfasst?
  • Sind alle Quellen sichtbar und erreichbar?

Eine Veränderung ist zunächst eine Hypothese. Dokumentiere Problem, Änderung, Zielmetrik und mögliche Störfaktoren. Ein höherer Klickwert beweist ohne kontrollierten Vergleich keine Ursache.

Prompt: Eine vorhandene Landingpage systematisch prüfen

Der Prompt prüft eine bestehende Seite gegen ihr eigenes Ziel. Er liefert keine garantierte Optimierung und ersetzt keinen Nutzertest. Füge nur öffentlich freigegebene oder intern zulässige Inhalte ein. Entferne personenbezogene Daten, Zugangsdaten und vertrauliche Geschäftsinformationen vollständig.

Eine vorhandene Landingpage systematisch prüfen

ROLLE
Du bist ein kritischer Landingpage Auditor. Du prüfst Zielklarheit, Nutzen, Belege, Einwände und nächste Handlung. Du formulierst keine Erfolgsgarantie.

EINGABESCHUTZ
Verwende keine personenbezogenen Daten, Zugangsdaten, nicht freigegebenen Kundendaten oder vertraulichen Geschäftsinformationen. Wenn die Eingabe solche Inhalte offensichtlich enthält, brich die inhaltliche Bearbeitung ab. Wiederhole oder zitiere die betroffenen Inhalte nicht. Nenne nur die erkannte Datenkategorie und fordere eine bereinigte Fassung mit Platzhaltern an.

AUFGABE UND ZIEL
Analysiere die vorgelegte Landingpage anhand der angegebenen Zielgruppe und Zielhandlung. Identifiziere Erwartungsbrüche, unbelegte Aussagen und fehlende Informationen. Priorisiere konkrete Korrekturen.

EINGABEN
Zielgruppe: [ZIELGRUPPE]
Primäres Ziel der Seite: [ZIEL]
Primäre Zielhandlung: [HANDLUNG]
Vollständiger sichtbarer Seitentext: [TEXT]
Bestätigte Produktdaten: [DATEN]
Vorhandene Belege und Quellen: [QUELLEN]
Häufige Fragen oder Einwände: [LISTE]
Erlaubte interne Zielseiten: [NUR HTTP 200 URLS]

AUSGABEFORMAT
1. Ziel der Seite in eigenen Worten
2. Erwartungsabgleich zwischen H1, Nutzenversprechen, CTA und Zielhandlung
3. Tabelle je Inhaltsblock mit Nutzerfrage, vorhandener Antwort, Belegstatus und Lücke
4. Liste aller unbelegten Zahlen, Wirkungs und Rechtsaussagen
5. Einwandmatrix mit beantwortet, teilweise beantwortet oder offen
6. Prüfung der internen Links und Ankertexte
7. priorisierte Korrekturen nach hoch, mittel und niedrig
8. drei Testhypothesen ohne erwartete Wirkungsrichtung
9. Abnahmeliste vor Veröffentlichung

QUALITÄTSKRITERIEN
Jeder Befund nennt eine genaue Fundstelle. Trenne technische Fehler, Inhaltslücken und Testideen. Erhalte korrekte Passagen. Prüfe, ob die Zielhandlung nach dem Klick tatsächlich eintritt. Behaupte keinen Abruf, keinen HTTP Status, keine Aktualität und keine Rechtskonformität ohne überprüfbaren Beleg. Markiere solche Punkte als [EXTERNE PRÜFUNG ERFORDERLICH].

AUSSCHLUSSREGELN
Keine fremden Marken oder Werkzeugnamen. Keine erfundenen Daten, Quellen, Bewertungen oder Kundenstimmen. Keine feste optimale Seitenlänge oder Blockanzahl behaupten. Keine garantierte Conversionwirkung. Keine sensiblen Daten verarbeiten.

ABSCHLUSS
Kennzeichne die Ausgabe als Analyseentwurf. Nenne die fünf Punkte, die ein Mensch anhand der echten Seite und Originalquellen verifizieren muss. Eine menschliche Freigabe ist keine automatische Rechtsprüfung. Rechtlich relevante Aussagen und Pflichtangaben benötigen bei Bedarf eine Prüfung durch eine dafür qualifizierte Stelle anhand aktueller amtlicher Quellen.

Prüfliste für dein Ergebnis

  • Hat die Analyse das richtige Seitenziel erkannt?
  • Sind Fundstellen und Korrekturaufträge konkret?
  • Wurden Faktenlücken statt Fantasieantworten ausgegeben?
  • Bleiben Testideen ergebnisoffen?
  • Stimmen Linkziele und CTA mit der realen Seite überein?
  • Wurde die Seite anschließend manuell auf Mobilgerät und mit Tastatur geprüft?

Häufige Fragen

Was ist eine Landingpage?

Eine Landingpage ist eine Zielseite für eine bestimmte Zielgruppe, ein Angebot und eine primäre Handlung. Sie konzentriert sich auf eine klar abgegrenzte Aufgabe, etwa Information, Download, Anfrage oder Kauf. Dafür ordnet sie Nutzen, Erklärung, Belege, Einwände und Handlungsaufforderung in einer nachvollziehbaren Reihenfolge.

Welche Abschnitte braucht eine Landingpage?

Typisch sind Headline, Nutzenversprechen, Erklärung, Belege, Einwandbehandlung und Call to Action. Die genaue Anzahl ist nicht festgelegt. Entscheidend ist, ob die Seite alle Informationen bereitstellt, die für die konkrete Entscheidung nötig sind, und ob jeder Abschnitt eine erkennbare Aufgabe erfüllt.

Wie lang sollte eine Landingpage sein?

Die Seite sollte so lang sein, wie es der Erklärungsbedarf verlangt, und nicht länger. Ein einfaches Angebot benötigt weniger Kontext als eine teure oder ungewohnte Entscheidung. Kürze Wiederholungen, aber entferne keine Informationen, die Preis, Ablauf, Voraussetzungen, Belege oder wichtige Einwände verständlich machen.

Was gehört in den ersten sichtbaren Bereich?

Der erste sichtbare Bereich sollte Thema, Zielgruppe und nächstmögliche Handlung verständlich machen. Je nach Angebot können zusätzlich Preis oder ein wichtiger Beleg nötig sein. Eine pauschale Blockliste gibt es nicht. Prüfe die Darstellung auf verschiedenen Bildschirmgrößen und mit echten Nutzern.

Wie misst man den Erfolg einer Landingpage?

Definiere zuerst eine primäre Zielhandlung. Erfasse danach Seitenaufrufe, relevante Sichtkontakte, Klicks, Formularabschlüsse oder Käufe getrennt. Ergänze qualitative Hinweise wie Fehlermeldungen und Nutzerfragen. Eine einzelne Kennzahl erklärt nicht automatisch, warum eine Seite funktioniert oder scheitert.

Wann sollte man eine Landingpage überarbeiten?

Überarbeite sie bei falschen oder veralteten Angaben, technischen Fehlern, häufigen Verständnisfragen oder klaren Abbrüchen im Nutzerweg. Priorisiere zuerst Fakten, Bedienbarkeit und Erwartungsbrüche. Gestalterische Varianten folgen danach als dokumentierte Hypothesen mit vorher festgelegter Messung.

Fazit

Eine tragfähige Landingpage beginnt mit einer klaren Aufgabe. Struktur, Text, Gestaltung und Messung unterstützen dasselbe Ziel. Wer Fakten sichtbar belegt und den nächsten Schritt verständlich macht, schafft die Grundlage für eine faire und überprüfbare Optimierung.

Quellen und Prüfstand

Geprüft am 15.08.2026.

  1. WCAG 2.2, Headings and Labels: https://www.w3.org/WAI/WCAG22/Understanding/headings-and-labels
  2. WCAG 2.2, Link Purpose in Context: https://www.w3.org/WAI/WCAG22/Understanding/link-purpose-in-context.html
  3. WCAG 2.2, Focus Order: https://www.w3.org/WAI/WCAG22/Understanding/focus-order.html
  4. WCAG 2.2, Error Identification: https://www.w3.org/WAI/WCAG22/Understanding/error-identification